Der römische Pizzateig, in Italien als Impasto Pizza Romana bekannt, unterscheidet sich deutlich vom klassischen neapolitanischen Pizzateig. Während die Pizza Napoletana für ihren weichen, luftigen Rand bekannt ist, zeichnet sich die Pizza Romana durch einen besonders dünnen und knusprigen Boden aus. Diese Eigenschaft macht sie zu einer der beliebtesten regionalen Pizzavarianten Italiens und zu einem festen Bestandteil der römischen Esskultur.
Die Pizza Romana entwickelte sich in der italienischen Hauptstadt Rom und wird seit Jahrzehnten in traditionellen Pizzerien serviert. Charakteristisch ist ein Teig mit einer etwas höheren Hydration und einer langen Reifezeit. Dadurch entsteht ein lockerer, gut dehnbarer Teig, der beim Backen besonders knusprig wird. Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza bleibt der Rand flacher und weniger ausgeprägt, während der Boden eine gleichmäßige, goldbraune Kruste erhält.
In Rom existieren verschiedene Pizzaarten. Besonders bekannt sind die runde Pizza Tonda Romana, die direkt auf dem Stein gebacken wird, sowie die Pizza al Taglio, die auf großen Blechen zubereitet und stückweise verkauft wird. Dieses Rezept orientiert sich an der klassischen runden Pizza Romana, wie sie in vielen römischen Pizzerien serviert wird.
Ein typischer römischer Pizzateig wird aus hochwertigem Weizenmehl, Wasser, Salz und nur wenig Hefe hergestellt. Durch eine Reifezeit von 24 bis 48 Stunden entwickelt der Teig feine Fermentationsaromen und wird besonders bekömmlich. Die etwas höhere Wassermenge sorgt für eine lockere Krume, während das kräftige Ausbacken den charakteristisch knusprigen Boden entstehen lässt.
Die Pizza Romana eignet sich für nahezu alle klassischen Beläge wie Margherita, Marinara, Prosciutto e Funghi oder Capricciosa. Da der Boden besonders knusprig ist, sollten die Zutaten nicht zu feucht sein, damit die Pizza ihre typische Textur behält.
Im Haushaltsbackofen spielt die Vorbereitung eine entscheidende Rolle. Ein Pizzastein oder Pizzastahl speichert die Hitze und sorgt dafür, dass der Boden schnell gebacken wird. Dadurch erhält die Pizza eine knusprige Unterseite, während der Rand luftig bleibt. Der Backofen sollte mindestens 30 bis 45 Minuten auf höchster Stufe vorgeheizt werden, damit Stein oder Stahl ausreichend Hitze aufnehmen können.
Besitzer eines speziellen Pizzaofens profitieren von deutlich höheren Temperaturen. Geräte wie Ooni, Gozney, Witt oder Cozze erreichen Temperaturen von über 400 °C und ermöglichen Backzeiten von nur 60 bis 90 Sekunden. Dadurch entstehen die typischen dunklen Röstaromen am Rand und die weiche, elastische Krume, die für eine originale neapolitanische Pizza charakteristisch sind. Bei der Pizza Romana wird jedoch häufig etwas länger gebacken, damit der Boden besonders knusprig wird.
Heute zählt die Pizza Romana zu den bedeutendsten regionalen Pizzastilen Italiens. Ihr dünner, knuspriger Boden, die lange Teigreife und die schlichte, hochwertige Zutatenwahl machen sie zu einer beliebten Alternative zur neapolitanischen Pizza und zu einem festen Bestandteil der italienischen Pizzakultur.
Zubereitung
Zutaten für 4 Pizzen
Für den Teig
- 500 g Weizenmehl Typ 00 oder Typ 550
- 350 ml Wasser (70 % Hydration)
- 15 g Salz
- 2 g frische Hefe
- 10 g natives Olivenöl extra
Zubereitung
- Die Hefe im Wasser auflösen.
- Mehl hinzufügen und kurz vermengen.
- Das Salz und anschließend das Olivenöl einarbeiten.
- Den Teig 10 bis 15 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.
- Den Teig 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
- Vier Teiglinge à etwa 250 bis 260 g formen.
- Die Teiglinge vor dem Backen 2 bis 3 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Den Backofen mit Pizzastein oder Pizzastahl mindestens 30 bis 45 Minuten auf höchster Temperatur vorheizen.
- Den Teig möglichst dünn ausformen und nach Wunsch klassisch belegen.
- Im Haushaltsbackofen auf Pizzastein oder Pizzastahl 6 bis 9 Minuten backen, bis der Boden goldbraun und knusprig ist.
- Im Pizzaofen bei 400 bis 450 °C beträgt die Backzeit je nach gewünschter Knusprigkeit etwa 90 bis 120 Sekunden.