Die Pizza Quattro Stagioni gehört zu den bekanntesten Klassikern der italienischen Küche und beeindruckt durch ihre besondere Optik. Ihr Name bedeutet „Vier Jahreszeiten“ und beschreibt die traditionelle Anordnung der Zutaten. Der Belag wird in vier getrennte Bereiche aufgeteilt, die symbolisch für Frühling, Sommer, Herbst und Winter stehen. Dadurch erhält jede Ecke der Pizza ihren eigenen Charakter, während alle Zutaten gemeinsam ein harmonisches Gesamtbild ergeben.
Die Pizza Quattro Stagioni entstand vermutlich in der Mitte des 20. Jahrhunderts und wird häufig der römischen Pizzatradition zugeschrieben. Anders als viele andere italienische Pizzen zeichnet sie sich nicht durch außergewöhnliche Zutaten aus, sondern durch die besondere Art der Präsentation. Die einzelnen Beläge werden nicht miteinander vermischt, sondern sauber voneinander getrennt auf dem Teig verteilt.
Traditionell besteht die Pizza aus einer Basis aus Tomatensauce und Mozzarella. Anschließend werden die vier Bereiche unterschiedlich belegt. Häufig stehen Artischocken für den Frühling, Tomaten oder Oliven für den Sommer, Champignons für den Herbst und gekochter Schinken für den Winter. Je nach Region und Pizzeria können die Zutaten leicht variieren. Manche verwenden zusätzlich Salami, Paprika oder Meeresfrüchte, doch die klassische italienische Variante bleibt den wenigen traditionellen Zutaten treu.
Die getrennte Anordnung der Zutaten sorgt dafür, dass jeder Bereich seinen eigenen Geschmack behält. Während die Champignons eine feine erdige Note liefern, bringen Artischocken eine mediterrane Frische auf die Pizza. Der milde Kochschinken ergänzt die fruchtige Tomatensauce hervorragend, während schwarze Oliven für eine leicht herzhafte Würze sorgen. Gemeinsam mit hochwertigem Fior di Latte oder Mozzarella entsteht eine ausgewogene Kombination, die seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Pizzabelägen Italiens zählt.
Wie bei allen traditionellen italienischen Pizzen bildet ein langsam gereifter Pizzateig die Grundlage für ein authentisches Ergebnis. Eine lange Teigführung verbessert nicht nur das Aroma, sondern sorgt auch für einen lockeren Rand und einen knusprigen Boden. Zusammen mit hochwertigen Zutaten und hohen Backtemperaturen entsteht eine Pizza, die dem Original aus italienischen Pizzerien sehr nahekommt.
Im Haushaltsbackofen spielt die Vorbereitung eine entscheidende Rolle. Ein Pizzastein oder Pizzastahl speichert die Hitze und sorgt dafür, dass der Boden schnell gebacken wird. Dadurch erhält die Pizza eine knusprige Unterseite, während der Rand luftig bleibt. Der Backofen sollte mindestens 30 bis 45 Minuten auf höchster Stufe vorgeheizt werden, damit Stein oder Stahl ausreichend Hitze aufnehmen können.
Besitzer eines speziellen Pizzaofens profitieren von deutlich höheren Temperaturen. Geräte wie Ooni, Gozney, Witt oder Cozze erreichen Temperaturen von über 400 °C und ermöglichen Backzeiten von nur 60 bis 90 Sekunden. Dadurch entstehen die typischen dunklen Röstaromen am Rand und die weiche, elastische Krume, die für eine originale neapolitanische Pizza charakteristisch sind.
Heute zählt die Pizza Quattro Stagioni weltweit zu den beliebtesten italienischen Pizzaspezialitäten. Durch die getrennten Beläge bietet sie auf einer einzigen Pizza mehrere unterschiedliche Geschmacksrichtungen und verbindet traditionelle Zutaten mit einer besonderen Präsentation, die sie seit Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil italienischer Speisekarten macht.
Zubereitung
Zutaten für 4 Pizzen
Für den Teig
- 500 g Weizenmehl Typ 00 oder Typ 550
- 325 ml Wasser
- 15 g Salz
- 2 g frische Hefe
Für den Belag
- 250 g San-Marzano-Tomaten oder hochwertige italienische Dosentomaten
- 250 g Fior di Latte oder Mozzarella
- 120 g Prosciutto Cotto (italienischer Kochschinken)
- 100 g Champignons
- 80 g Artischockenherzen
- 50 g schwarze Oliven
- Natives Olivenöl extra
- Getrockneter Oregano (optional)
Zubereitung
- Hefe im Wasser auflösen und mit Mehl sowie Salz zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig 18 bis 24 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
- Vier Teiglinge formen und vor dem Backen etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Den Backofen mit Pizzastein oder Pizzastahl mindestens 30 bis 45 Minuten auf höchster Temperatur vorheizen.
- Die Tomaten leicht zerdrücken und nach Belieben mit etwas Salz würzen.
- Den Teig von Hand zu einer Pizza formen.
- Die Tomatensauce dünn auf dem Teig verstreichen und den Mozzarella gleichmäßig verteilen.
- Den Belag in vier getrennten Bereichen anordnen: Kochschinken, Champignons, Artischocken und schwarze Oliven.
- Nach Wunsch mit etwas Oregano und Olivenöl verfeinern.
- Im Haushaltsbackofen auf Pizzastein oder Pizzastahl 5 bis 8 Minuten backen. Im Pizzaofen bei 400 bis 450 °C beträgt die Backzeit etwa 60 bis 90 Sekunden.
- Sofort servieren.